Wir untersuchen das kürzlich entdeckte Mainpur Kimberlit-Feld auf dem Bastar-Kraton in Zentral-Indien. Vier der bisher sechs bekannten Diatrem-Fazies Kimberlite sind Diamant-führend, und im artisanalen Bergbau wurden Steine in Schmuck-Qualität bis 200 ct gefunden. Bohrkerne aus der Diamat-führenden Behradih-Pipe bestehen  aus Kimberlit in Diatrem-Fazies mit pelletalem Gefüge und Olivin-Makrokrysten. Das Gestein ist stark alteriert (Talk-Serpentin-Chlorit-Karbonat-Alteration). Krustale Xenolithe von resorbiertem Feldspat, Granit, und Dolerit sind häufig. Der Kimberlit hat C.I. ≥1.6 (Kontaminations-Index), 40-43 Gew% SiO2, <5 Gew% Al2O3, und Mg-Zahl von 83-87. Die Spurenelement-Muster sind typisch für kimberlitische Gesteine und schliessen Lamproit aus.

Die Pipes haben überraschend junge 40Ar/39Ar-Alter (Gesamtgestein) und U–Pb-Alter (Perovskit) um 65 Ma. Diese Alter überlappen mit der Hauptphase des Deccan-Flutbasalt-Magmatismus, und legen für sowohl Flutbasalte wie Kimberlite ähnliche tektonomagmatische Kontrolle nahe. Das Vorkommen von Makrodiamanten in den Pipes erfordert eine dicke subkratonische Lithosphäre (>140 km) an der Kreide-Tertiär-Grenze in Indien, während die heutige Lithosphäre wesntlich dünner ist. Etwa ein Drittel der indischen Lithosphäre muss während oder nach dem Dekkan-Flutbasalt-Ereignis verloren gegangen sein. Die besonders schnelle Nord-Bewegung der indischen Platte vor der Kollision mit Eurasien kann nicht mit lithospärischer Verdünnung während des Zerfalls von Gondwana um 130 Ma erklärt werden, wie bisher gedacht.

 

  • Lehmann B, Burgess R, Frei D, Belyatsky B, Mainkar D, Chalapathi Rao NV, Heaman LM (2010) Diamondiferous kimberlites in central India synchronous with Deccan flood basalts.
    Earth and Planetary Science Letters 290: 142-149 
  • Mainkar D, Lehmann B (2007) The diamondiferous Behradih kimberlite pipe, Mainpur Kimberlite Field, Chhattisgarh, India: reconnaissance petrography and geochemistry.
    In: Fareeduddin and Rao MS, eds, Kimberlites and related rocks of India, Journal Geological Society of India 69: 547-552

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