Bei der Mond-Exploration in den kommenden Jahren wird der mögliche Tagebau auf 3He eine wichtige Rolle spielen. Die 3He-Ressourcen der Erde sind nur unbedeutend, und künftige Fusions-Kraftwerke, die auf Kernreaktionen ohne hohen Neutronenfluss basieren werden, benötigen extraterrestrisches 3He. Hierzu bieten die oberen Meter von feinstkörnigem Lockermaterial auf dem Mond (Regolith) eine interessante Ressource, wo durch den Sonnenwind über mehrere Milliarden Jahre in einigen Bereichen rund 20 ppb 3He implementiert wurden. Der Wert von 3He kann durch Vergleich des Energieinhalts mit Uran und Kohle, den in einigen Jahrzehnten voraussichtlich wichtigsten Energieträgern, auf rund 1 Million USD/kg geschätzt werden, wobei die Investitions- und Produktionskosten von Uran-Kernkraftwerken, Kohle-Kraftwerken mit Null-Emission (CO2 -Sequestrierung) und 3He-Fusions-Kraftwerken in ähnlicher Grössenordnung gesehen werden. Sowohl der Rohstoff-Wert von 3He als auch der Gehalt im Mond-Regolith sind vergleichbar mit marginalem Diamant-Bergbau auf der Erde. Entsprechend kann Mond-Bergbau nur durch drastische Senkung der gegenwärtig extrem hohen Transportkosten wirtschaftlich werden, was physikalisch nicht unmöglich ist.

  • Lehmann B, Mall U (2007) Nuclear power without radioactive waste? The lunar helium-3 perspective. World of Mining - Surface and Underground 59: 156-160
 

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