Kernkraftwerk Stade (2018)

Reaktorgebäude des in Rückbau befindlichen Kernkraftwerks Stade

Nach dem Besuch des Transportbehälterlagers und Abfalllagers in Gorleben am 11. September 2018 erfolgte am Folgetag die Besichtigung des in Rückbau befindlichen Kernkraftwerks Stade (KKS) inklusive Mittagessen in der Werkskantine. 

Das Kraftwerk mit leichtwassermoderiertem Druckwasserreaktor wurde zwischen November 1967 und der Genehmigung der nuklearen Inbetriebnahme im Januar 1972 von Siemens errichtet und am 14. November 2003 durch den Betreiber E.ON stillgelegt. Während dieser Zeit erzeugte das KKS 630 MW elektrische Nettoleistung bei einer Verwendung von insgesamt 157 Brennelementen. Die sogenannte Nachbetriebsphase des Kraftwerks dauerte bis zum 7. September 2005 an.

Derzeit befindet sich das Kraftwerk in der 4. Phase des Rückbaus (Abbau der restlichen kontaminierten Anlagenteile, Nachweis der Kontaminationsfreiheit, Entlassung der verbleibenden Strukturen aus der atomrechtlichen Überwachung), bevor in wenigen Jahren mit der 5. Phase der konventionelle Gebäudeabriss beginnen soll, welcher voraussichtlich 2023 abgeschlossen sein wird. Für den Rückbau werden durch den Betreiber PreussenElektra, einem Tochterunternehmen von E.ON, derzeit Kosten von rund einer Milliarde Euro veranschlagt.

 

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