Schweiz (2016)

Aussicht am Grinselpass nahe des Felslabors Grimsel
Tagesanlagen des Felslabors Mont Terri
Strecke im Felslabor Mont Terri
Demonstrationsversuch im Felslabor Mont Terri
Modell der Einlagerung eines Behälters mit verbrauchten Brennelementen (Felslabor Mont Terri)
Zugang zum Felslabor Grimsel
Strecke im Felslabor Grimsel

Vom 13. bis 17. Juni 2016 führte das Institut für Endlagerforschung im Rahmen der Lehrveranstaltung Management radioaktiver Abfälle und Endlagerung im geologischen Untergrund eine Exkursion in die Schweiz durch, die von Prof. Dr. Klaus-Jürgen Röhlig und Willy Ciecior organisiert wurde. Insgesamt nahmen 20 Studenten und Mitarbeiter des IELF an der Studienfahrt teil.

Am Dienstag wurde zunächst das seit 1996 bestehende Felslabor Mont Terri bei Saint-Ursanne im Jura besucht. Das vom Bundesamt für Landestopografie in Bern betriebene Untertagelabor befindet sich in etwa 300 Metern Teufe im Bereich des Sicherheitsstollens des Mont-Terri-Autobahntunnels. Auf einer Streckenlänge von etwa 600 Metern werden durch verschiedene internationale Organisationen sowie die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) zahlreiche Versuche im Opalinuston durchgeführt. 

Mit dem Felslabor Grimsel oberhalb von Meiringen (BE) in 1730 m Höhe stand am Mittwoch ein weiteres Untertagelabor auf dem Exkursionsprogramm. Im Granit des Aar-Massivs befindet sich 450 m unter dem Juchlistock gelegen ein rund ein Kilometer langes Stollensystem, in welchem verschiedene Forschungsprojekte von über 25 in- und ausländischen Partnerorganisationen der Nagra durchgeführt werden.

Am Folgetag ist das Zwischenlager Würenlingen (ZWILAG) im Kanton Aargau besucht worden. Die Betreiberfirma wurde 1990 als Aktiengesellschaft gegründet und gehört den Schweizer Kernkraftwerk-Betreibergesellschaften anteilig zur Leistung ihrer Kernkraftwerke. In drei Lagerhallen werden zum einen abgebrannte Brennelemente sowie verglaste hochradioaktive Abfälle, zum zweiten langlebige mittelradioaktive Abfälle und zum anderen schwach- und mittelradioaktive Abfälle jeweils voneinander getrennt zwischengelagert. Die erstmalige Anlieferung von Brennelementen und Glaskokillen erfolgte im Jahr 2001. Im Zwischenlager können außerdem schwachradioaktive Abfälle behandelt werden. Dazu stehen eine Konditionierungsanlage zum Sortieren von Mischabfällen, Kompaktieren, Behandeln von Flüssigabfällen und zur endlagergerechten Zementierung sowie eine neuartige Plasmaschmelzanlage bereit. Weiterhin ist das vom Paul Scherrer Institut (PSI) betriebene Bundeszwischenlager für Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung direkt neben ZWILAG eingerichtet.

Ebenfalls am Donnerstag erfolgte eine Besichtigung des von der Axpo AG betriebenen Kernkraftwerks Beznau in der Gemeinde Döttigen (AG). Das Kraftwerk besteht aus zwei Druckwasserreaktoren identischer Bauart, die 1969 bzw. 1971 in den kommerziellen Betrieb gingen.

ReaktorblockNettolstg.BaubeginnKommerzieller
Betrieb
Beznau - 1365 MW1.09.19651.09.1969
Beznau - 2365 MW1.01.19681.12.1971

 

Als Unterkünfte während der Exkursion wurden das Hotel Le Chandelier in Saint-Ursanne, das Hotel Handeck in Guttannen (BE) sowie das Hotel goalsports in Waldshut-Tiengen (BW) gebucht. Am Freitag wurde zum Abschluss der Exkursion die Stadt Basel mit ihren Sehenswürdigkeiten besichtigt. Weitere touristische Ziele der Exkursion waren die Aareschlucht mit ihren Wasserfällen, der Grimselpass und die Erlebnislandschaft Grimselwelt.

Demonstrationsversuch im Felslabor Grimsel
Quarzkristalle in der Kristallkluft Gerstenegg im Zugangsstollen zur Zentrale des Wasserkraftwerks Grimsel II
Blick auf den Räterichsbodensee vom Grimselpass
Kernkraftwerk Beznau der Axpo AG
Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Würenlingen (ZWILAG)
Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Würenlingen (ZWILAG)
Wasserfall in der Aareschlucht
Wanderweg in der Aareschlucht
In der Aareschlucht
Wasserfall in der Aareschlucht
 

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